Abfangraketen gegen »Backfire« - DER SPIEGEL
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Abfangraketen gegen »Backfire«

• aus DER SPIEGEL 46/1982
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Das amerikanische Verteidigungsministerium forciert die Entwicklungsarbeiten an einem ballistischen Raketensystem, das sowjetische Langstreckenbomber vom Typ Backfire lange vor Erreichen Amerikas abfangen soll. Jede Rakete soll mehrere Wiedereintrittskörper tragen, die sich unabhängig voneinander ihre Ziele suchen und ihre konventionellen Sprengköpfe mit achtfacher Schallgeschwindigkeit ins Ziel bringen. Drei Firmen - Raytheon, Hughes Aircraft und Westinghouse - arbeiten derzeit an einem Spezial-Radargerät zur Steuerung dieses »Endanflugs« auf die doppelt schallschnellen Sowjetbomber. Das Radar soll in der Spitze der relativ kleinen Wiedereintrittskörper Platz finden und den hohen Belastungen beim Eintritt in die Erdatmosphäre standhalten können. Bevor dieses neueste »Strangelove«-Projekt der Pentagon-Planer verwirklicht werden kann, muß noch ein Frühwarnsystem installiert werden: Satelliten sollen die anfliegenden Backfire-Bomber frühzeitig melden, damit auch die Abfangraketen entweder aus Silos oder von Bombern der Typen B-52 und B-1 »rechtzeitig« gestartet werden können.

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