Einem Traum der Weltraumvisionäre glauben Wissenschaftler des kalifornischen Ames-Forschungszentrums einen Schritt nähergekommen zu sein. Am Computer entwarfen sie den Bauplan eines Mikrogetriebes, das sich neben dem Zahnrad einer Armbanduhr ausnähme wie ein Streichholzkopf neben der Zugspitze. Einen millionstel Millimeter messen die Naben aus Kohlenstoffatomen, die mit Zacken aus Benzyn-Molekülen gespickt sind. 100milliardenmal pro Sekunde soll sich das Rad drehen können, angetrieben vom elektrischen Feld eines Lasers. Derartige Getriebe aus dem Molekularlabor könnten dereinst für Myriaden von Mikromotoren verwendet werden, die extrem hitzebeständige oder stabile Werkstoffe Atom für Atom zusammensetzen würden. Die Forscher sehen gar eine Zukunft voraus, in der sich Fabriken oder Raumvehikel fern der Erde mit Hilfe der Mikromotoren selbst reparieren oder vermehren. Zwar werde die Ära der Nanomaschinen erst in einigen Jahrzehnten anbrechen. Die jetzigen Entwürfe ließen aber schon erkennen, wie die Nanowelt aussehen könnte.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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