Ausschussware im Triebwerk - DER SPIEGEL
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LUFTFAHRT Ausschussware im Triebwerk

• aus DER SPIEGEL 31/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

An Dutzenden von Flugzeugen muss die Lufthansa Triebwerksteile auswechseln. Das hat das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bestimmt. Betroffen von dieser Maßnahme sind Jumbos vom Typ Boeing 747-400 und Airbusse der 300er Baureihe. Der Grund: Bei einer Serie von Triebwerken der Firma General Electric ist ein Schaltelement der Schubumkehr in Verdacht geraten. Fünf solche Elemente ("Multiconnector") hatte die Lufthansa Technik AG von einem Lieferanten in Italien bezogen. Ermittlungen deutscher und italienischer Behörden ergaben nun, dass es sich dabei um minderwertige Ersatzteile ("Bogus Parts") handelte. Die Lufthansa weiß allerdings nicht, in welchen Aggregaten die Ausschussware inzwischen steckt - ihre Technik-Tochter hat den Einbau der Teile nicht dokumentiert. Deshalb, so das LBA, müssten die entsprechenden Teile in »allen Triebwerken dieser Art« ausgewechselt werden. 18 Monate hat die Lufthansa dafür Zeit. Die Flugsicherheit, behauptet das LBA, sei durch die Bogus-Teile nicht gefährdet. 1991 forderte ein verheerendes Unglück der Lauda Air in Thailand mehr als 200 Opfer - die Schubumkehr hatte sich im Steigflug geöffnet.

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