Bayern setzen auf Bombenuran - DER SPIEGEL
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Reaktoren Bayern setzen auf Bombenuran

• aus DER SPIEGEL 7/1995
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Die Technische Universität München und die bayerische Staatsregierung bestehen weiter darauf, den in Garching geplanten Forschungsreaktor FRM-II mit atombombentauglichem Uran zu betreiben. Ob es dazu kommt, ist fraglicher denn je, seit die Clinton-Administration letzte Woche die »Advanced Neutron Source« (ANS), das US-Gegenstück zur umstrittenen Garchinger Neutronenquelle, sterben ließ. Wie der FRM-II sollte auch der Forschungskomplex am Oak Ridge National Laboratory (Tennessee) mit Bombenuran arbeiten. Damit stand das Konzept in krassem Gegensatz zu Clintons Anti-Proliferations-Politik, die auch darauf abzielt, hochangereichertes Uran aus internationalen Kernbrennstoff-Kreisläufen zu verbannen. Die Bonner Oppositionsparteien forderten die Bundesregierung nun auf, dem amerikanischen »Vorbild« zu folgen. Der FRM-II drohe sonst die deutsche Glaubwürdigkeit bei den Verhandlungen über die Verlängerung des Atomwaffensperrvertrags zu unterminieren.

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