Berührungsfreier Test für Zuckerkranke - DER SPIEGEL
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Berührungsfreier Test für Zuckerkranke

• aus DER SPIEGEL 30/1992
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Patient muß nur den Finger in einen unsichtbaren Infrarot-Lichtblitz halten, und schon zeigt ein Display seinen Blutzucker-Wert an: So könnten in Zukunft Zuckerkranke den Glukosegehalt ihres Blutes überprüfen, ohne sich, wie bislang, bis zu viermal am Tag mit einem lästigen und schmerzhaften Nadelstich einen Blutstropfen aus einer Fingerkuppe abzuzapfen. Wissenschaftler der Sandia National Laboratories in Albuquerque (US-Staat New Mexico) haben den berührungsfreien Zuckertest entwickelt. Das Prinzip ist einfach: Das Infrarotlicht, dessen Wellen etwas länger sind als die des sichtbaren Lichts, durchleuchtet den Finger: Haut, Gewebe, Knochen und Blut. Je nachdem, worauf es trifft, werden ganz spezifische Wellenlängen absorbiert. Die Glukose im Blut hält also einen bestimmten Teil dieses Lichts zurück, der sodann in einer Spektral-Analyse ermittelt wird. Die Sandia-Ingenieure arbeiten auch daran, das Testverfahren mit einer kleinen Insulin-Pumpe zu koppeln; auf diese Weise ließe sich vielleicht eine implantierbare künstliche Bauchspeicheldrüse für Diabetiker entwickeln.

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