Byte-Gladiator - DER SPIEGEL
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COMPUTER Byte-Gladiator

• aus DER SPIEGEL 21/2000
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Ein Todgeweihter grüßt von der Leinwand, wenn diese Woche der Historienschinken »Gladiator« anläuft (Filmkritik: siehe Seite 260). Denn Oliver Reed, der den Gladiatorentrainer Proximo mimt, lebt nicht mehr: Drei Wochen vor Ende der Dreharbeiten war der 61-Jährige in einer maltesischen Spelunke einfach vom Barhocker gefallen, sternhagelvoll und mausetot. Mit Computerhilfe konnte Starregisseur Ridley Scott ("Alien«, »Thelma & Louise") ihn wieder beleben - als digitalen Wiedergänger. Die noch nicht gedrehten Szenen mussten nach Reeds Ableben mit Tricktechnik zusammengefügt werden. Die Computertüftler von Steven Spielbergs Firma Dreamworks, die bereits den Ameisen in »Antz« künstliches Leben eingehaucht hatten, reanimierten auch Reed für die Leinwand, indem sie bereits existierende Filmsequenzen nachbearbeiteten und vor neue Hintergründe bastelten. Auch an anderer Stelle kam die Digitaltechnik zum Einsatz: Aus 2000 Statisten machten die Computerexperten per »Copy and Paste« eine Volksmasse von 35 000 Menschen; die Arena ließen sie in vielen Szenen erst mit der »Blue Box«-Methode am Bildschirm entstehen.

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