Mindestens eine Dosis Mehr als jeder zweite Mensch ist gegen Corona geimpft
Impfung in Indien (Bild von April 2021)
Foto: Rajesh Kumar Singh / AP / dpaLange wurde eine Impfung gegen das Coronavirus herbeigesehnt und als sie da war, wurde sie oft diskutiert. Dem Statistikportal Our World in Data zufolge entschieden sich etliche für die Impfung: Weltweit sind demnach fast 5,6 Milliarden Menschen mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung, die nach Uno-Berechnungen im November die 8-Milliarden-Marke überschritten hatte.
Am meisten Menschen haben in Asien mindestens eine Spritze bekommen, insgesamt wurden dort 3,67 Milliarden Personen geimpft. In Afrika erhielten dem Portal zufolge rund 515 Millionen Menschen mindestens eine Dosis, in Nordamerika 457 Millionen und in Südamerika rund 375 Millionen.
In der EU haben Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge rund 338 Millionen Menschen – fast 76 Prozent – mindestens eine Spritze bekommen, 65 Millionen davon laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums in Deutschland. Hierzulande wurden demnach inzwischen mehr als 192 Millionen Impfdosen gegen Corona verabreicht.
63,6 Millionen Menschen in Deutschland (etwa 76 Prozent der Bevölkerung) gelten als »grundimmunisiert« – sie haben also in der Regel zwei Spritzen bekommen. Mehr als 52 Millionen Menschen (63 Prozent) haben sich auch mindestens eine sogenannte Boosterimpfung abgeholt. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit leicht über dem Schnitt (73 Prozent grundimmunisiert, 55 Prozent mindestens ein sogenannter Booster).
In einigen westlichen EU-Ländern war die Impfbereitschaft größer, wie Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zeigen, zum Beispiel in Italien (84 und 76 Prozent) oder Dänemark (81 und 63 Prozent). In Frankreich (79 und 61 Prozent) und Österreich (75 und 60 Prozent) sind die Zahlen auf ähnlichem Niveau. Bei den östlichen Nachbarn in Polen (60 und 33 Prozent), Tschechien (65 und 41 Prozent) oder Ungarn (63 und 40 Prozent) wollten sich zum Teil deutlich weniger Menschen impfen lassen.
In Deutschland sind indes nach Angaben von Anwältinnen und Anwälten mindestens 185 Zivilklagen wegen angeblicher Schäden durch Coronaimpfungen anhängig. Die Klagen richten sich gegen alle großen Hersteller von Coronaimpfstoffen (mehr dazu lesen Sie hier). Für Covid-19-Impfstoffe gelten im Prinzip dieselben Haftungsregeln wie für andere Arzneimittel. Der Hersteller kann zur Verantwortung gezogen werden, wenn etwa ein Produktionsfehler vorliegt. Wird das Arzneimittel etwa fehlerhaft verabreicht, haftet die impfende Person. Gemessen an der Zahl der verabreichten Dosen ist die Anzahl der Klagen gering.