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Trotz neuer diagnostischer Hilfsmittel wie Ultraschallgeräte, Computer-Tomographen und radioaktiv markierte Substanzen haben sich die diagnostischen Irrtümer in den letzten 20 Jahren medizinischer Entwicklung offenbar nicht vermindert. Zu diesem Ergebnis kamen Bostoner Krankenhausärzte bei einem Vergleich von je 100 Sektionsprotokollen aus den Jahren 1960, 1970 und 1980 mit den entsprechenden Diagnosen. Dabei zeigte sich, daß die Zahl der diagnostischen Fehlinterpretationen mit rund 25 Prozent über die Jahrzehnte praktisch gleichgeblieben war. Bei den Autopsien von 1980 fiel auf, daß Falschdiagnosen mitunter darauf zurückzuführen waren, daß sich Ärzte vorschnell »allein auf die Ergebnisse der modernsten Diagnose-Technik« verlassen hatten.