ASTRONOMIE E. T. im PC
Gibt es auf anderen Planeten intelligentes Leben? Rein statistisch ist das durchaus wahrscheinlich. Doch selbst wenn außerirdische Zivilisationen per Funk auf sich aufmerksam machen sollten, stehen die Chancen schlecht, daß die Irdischen solche Botschaften auch empfangen. Egal wohin man eine Antenne richtet, es wimmelt von Signalen: Irdische Satelliten, vagabundierende Störimpulse und natürliche Radiostrahlung aus den Tiefen des Kosmos komplizieren die Suche. Seti-Forscher (Search for Extraterrestrial Intelligence) benutzen Spezialempfänger, die Millionen von Funkfrequenzen nach bestimmten Kriterien durchmustern - bislang vergebens. Das Projekt »Seti@home« will viele PC per Internet zur Suche nach E. T. zusammenschalten. Wissenschaftler der Universität Berkeley testen gerade Software, die wie eine Art Bildschirmschoner auf dem Rechner installiert wird. Steht der Rechner untätig herum, springt die Seti-Software an und analysiert Daten, die ein Server über das Netz an die Amateurforscher verschickt. Die Funksignale fängt das Radioteleskop Arecibo als Nebenprodukte der Himmelsbeobachtung auf. Schon ein Forschungsverbund von 50 000 PC würde alle bisherigen Seti-Projekte an Suchleistung übertreffen: Ungefähr fünf Tage braucht ein PC, um eine Minute Arecibo-Daten zu durchforschen. Etwa 50 bis 100 interessante Signale aus diesem Zeitraum würde der Computer dann an die Zentrale zur weiteren Analyse zurückreichen.