Elektronik - Verdruß im Kleinen
Zur Aufnahme elektronisch verarbeiteter Informationen gelten »bubble memories« als ideal. Sie speichern große Datenmengen auf kleinem Raum und sind so robust, daß sie den Erschütterungen und dem Schmutz in tragbaren Geräten, in Werkhallen-Systemen und in der Militärtechnik ausgesetzt werden können. Schwierige und aufwendige Entwicklung und unerwartet geringe Nachfrage zwangen jetzt allerdings schon das vierte bedeutende Unternehmen, die Produktion einzustellen: Nach der britischen Firma Plessey hatten in den USA der Bubble-memory-Pionier Rockwell und der Elektronik-Riese Texas Instruments aufgegeben; Ende letzten Monats stieg nun auch National Semiconductor aus. Den Hauptanteil des auf weltweit 50 Millionen Dollar Jahresumsatz geschätzten Marktes wird sich wohl die kalifornische Intel Corporation sichern, derzeit einziger Hersteller eines Bubble-memory-Chips mit einer Million bit Speicherkapazität; erst vorletzte Woche gab das Unternehmen wieder drastische Preissenkungen bekannt.