DEMOGRAFIE Exodus der Weißen
Weiße stellen in Kürze im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien nicht mehr die Mehrheit der 34 Millionen Einwohner. In etwa einem Jahr, so erwarten die Demografen, werden Schwarze, Asiaten und vor allem die so genannten Hispanics (in den USA lebende Menschen mittel- und südamerikanischer Herkunft) mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Noch vor 30 Jahren waren 80 Prozent der Bewohner des Sonnenstaates weißer Hautfarbe. Seither sind Millionen von Immigranten ins Land gekommen, hauptsächlich Asiaten und Latinos. Gleichzeitig haben viele ältere Weiße den Küstenstaat verlassen, um sich einen Alterssitz in den Rocky Mountains oder Florida zu suchen. Zudem haben die hellhäutigen Kalifornier eine geringere Geburtenrate. Die Nachfahren europäischer Siedler werden nach der Erwartung der Demografen noch bis 2025 die größte Gruppe stellen, 2040 aber werden die Hispanics die absolute Mehrheit erringen. Schon jetzt werden die Latinos von Demokraten und Republikanern stark umworben, denn nur mit ihrer Unterstützung lassen sich künftig Wahlen gewinnen. Besonders weit ist der demografische Wandel in Los Angeles vorangeschritten. Die Millionenstadt hat die größte Population von Koreanern außerhalb Koreas und beherbergt auch die größte persische Kolonie jenseits der Grenzen des Iran.