Feurige Banane - DER SPIEGEL
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OLYMPIADE Feurige Banane

• aus DER SPIEGEL 27/2000
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Die olympische Fackel, die derzeit durch Australien getragen wird, ist wetterfester und umweltfreundlicher als alle ihre Vorgänger. Entwickelt wurde sie von Forschern der Universität Adelaide. Als Brennstoff dient ein Gemisch aus Propan und Butan, das mit einem aufwendigen Düsensystem ausgestoßen wird. Erst 1936, bei den Spielen in Berlin, führten die Nazis den Flammenlauf ein. 1956 hantierten die Olympioniken mit Magnesiumklumpen, die beim Abbrand herumspritzten und Staffelläufer verletzten. In München 1972 kam erstmals Flüssiggas zum Einsatz. In Atlanta 1996 wurde Propylen verwendet, das krebserregenden Rauch entfacht. Die neue Butan-Fackel aus Adelaide ähnelt einem hochgerüsteten Schweißbrenner. Das Gas sitzt in einem Alu-Tank, Brennrosetten lassen das ewige Feuer noch bei Windgeschwindigkeiten von 65 km/h leuchten. Letzten Dienstag bestand eine unterseetaugliche Spezialversion ihren Härtetest: Eine Taucherin trug die bananenartig geformte Fackel zum Great Barrier Reef hinunter. Bis zur Eröffnung der Spiele in Sydney am 15. September werden 11 000 Läufer das Gaslicht 27 000 Kilometer durchs Land tragen.

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