Gehmaschine für Gelähmte - DER SPIEGEL
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Gehmaschine für Gelähmte

• aus DER SPIEGEL 48/1982
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»Wie ein Pionier« fühlte sich die amerikanische Studentin Nan Davis, 22, als sie sich von ihrem Stuhl erhob und sechs noch unbeholfene Schritte ging - sie ist seit vier Jahren von den Hüften abwärts gelähmt. Wieder auf die Füße kam sie jetzt mit einem computergesteuerten Hilfssystem, das Dr. Jerrold Petrofsky von der Wright State University in Dayton (Ohio) entwickelt hat: Genau kalkulierte Stromstöße ersetzen die erloschenen Nervenimpulse. Bei dem Experiment mit Nan Davis befestigte Petrofsky 30 Elektroden und Sensoren an insgesamt zehn verschiedenen gelähmten Muskelgruppen der Patientin. Ein Computer koordinierte Abfolge und Stärke der Elektroimpulse und sorgte so für einen harmonischen Bewegungsablauf. Künftig, hofft Petrofsky, werde es möglich sein, die Elektroden und die mit Mikroprozessoren versehenen Sensoren unter die Haut zu verlegen; den zugehörigen Kleincomputer sollen die Patienten dann wie eine Handtasche mit sich herumtragen.

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