Gemischte Lust
Aufgrund von Messungen und Filmaufnahmen vertreten amerikanische Wissenschaftler die Auffassung, daß es »mehr als eine Form des weiblichen Orgasmus« gebe -- entgegen der feministischen These, der sogenannte vaginale Orgasmus sei nur eine Mär. Das Psychologen-Team John Perry und Beverly Whipple maß die Muskelkontraktionen von Vagina und Gebärmutter. Dabei zeigte sich, daß die Probandinnen sowohl »vulvale« als auch »uterine« Orgasmen erlebten. »Die meisten Frauen«, so die Forscher, »erleben eine Kombination aus beidem«, also einen »gemischten Orgasmus«. Auf Filmen wollen die US-Wissenschaftler auch entdeckt haben, daß Frauen beim Orgasmus ejakulieren können. Das Ejakulat, vergleichbar dem von sterilisierten Männern, werde bei direkter Stimulation des sogenannten Gräfenbergschen Punktes (benannt nach dem Berliner Gynäkologen Ernst Gräfenberg, der 1928 das Intranterinpessar erfand) abgesondert. Dieser Punkt liegt an der vorderen Scheidenwand, wenige Zentimeter hinter dem Schambein.