Hacker-Lehrstück im Puppentheater
Mit pädagogischem Puppenspiel und Aufklärungskampagnen im Klassenzimmer sollen amerikanische Schulkinder künftig zu verantwortlichem Umgang mit dem Computer angehalten werden. Ein 30minütiges Puppenstück, das bereits Kinder im Vor- und Grundschulalter mit dem komplexen Thema »Computerethik und Datensicherheit« vertraut machen soll, wurde jetzt an der Emerson School im kalifornischen Berkeley vorgestellt. Eine Marionette namens »Chip« verkörpert dabei den Computer, zwei weitere Puppen - »Gooseberry«, der nachlässige PC-Benutzer, und »Dirty Dan«, der hinterhältige Hacker - malträtieren die Computerdarstellerin auf vielerlei Art. Entwickelt wurde das High-Tech-Puppentheater von Computersicherheits-Fachleuten am nahegelegenen Lawrence Livermore National Laboratory, dessen weitverzweigte Rechneranlagen sonst vor allem geheimen Projekten der amerikanischen Militärforschung dienen. Das Livermore-Rechenzentrum war schon wiederholt Angriffsziel jugendlicher Hacker. Die Puppenshow um Personalcomputer und Paßworte ist Teil einer Präventionskampagne gegen Computerkriminalität. Während das Durchschnittsalter jugendlicher Hacker weiter sinke, erklärte Projektleiterin Lonnie Moore, »haben Schüler bisher nichts über Computerethik und Sicherheit gelernt«.