HAUSMITTEILUNG - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung HAUSMITTEILUNG

• aus SPIEGEL Wissen 2/2009
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Spektakuläre Erfolge gelingen Ärzten bei der Behandlung schwerer Krankheiten. Heute sind Operationen möglich, die vor ein paar Jahren noch utopisch schienen. Roboter und Laser erobern die OP-Säle. Bei aller Begeisterung über den medizinischen Fortschritt stellt sich aber auch die Frage: Nützt alles Neue immer den Patienten?

Obwohl die Genomforschung »einen unglaublichen Schatz an Wissen und Technologie hervorgebracht« habe, gerate Deutschland hier ins Hintertreffen, warnt Detlev Ganten, ehemals Chef der Berliner Charité und einer der führenden Mediziner in Europa, im Gespräch mit den SPIEGEL-Redakteuren Johann Grolle, Veronika Hackenbroch und Norbert F. Pötzl. In einer noch stärker am individuellen Patienten ausgerichteten Medizin sieht Ganten die Zukunft. Und auch Fehlschläge, so der Experte, seien »die intellektuelle Triebfeder jeder Wissenschaft« (Seite 12).

Am eigenen Leib erfährt SPIEGEL-Redakteur Joachim Mohr, der dieses Heft konzipiert hat, die Segnungen der modernen Medizin. Ohne die Fortschritte in der Behandlung von Herzkrankheiten wäre er aufgrund seines angeborenen Herzfehlers nicht mehr am Leben. Heute, so schildert er in seinem Erfahrungsbericht, würde man freilich das Loch in seiner Herzwand früher erkennen und behandeln können als in seiner Jugend. Er ist zuversichtlich, dass ihm künftige Medizintechniken das weitere Überleben sichern. Über Herzrhythmusstörungen und deren Beseitigung mittels Kathetern sprach er mit dem ihn behandelnden Kardiologen Karl-Heinz Kuck (Seiten 62, 66).

Aufsehen erregt die sonst schon routinemäßige Verpflanzung von Organen und Körperteilen nur noch bei besonderen Pioniertaten - etwa wenn einem Bauern, dem bei einem Unfall beide Arme abgetrennt wurden, neue angenäht werden. SPIEGEL-Redakteurin Annette Bruhns beschreibt die Operation und die ersten Versuche des Mannes, die fremden Gliedmaßen zu gebrauchen (Seite 24). Gegen manche Krankheiten ist jedoch immer noch kein Kraut gewachsen - Krebs etwa bleibt eine Menschheitsgeißel. Auch der jüngste Onkologen-Kongress in Orlando, Florida, mit Koryphäen aus aller Welt vermittelte, wie SPIEGEL-Redakteur Martin U. Müller dort erlebte, zwar viele neue Erkenntnisse, aber wenig Aussichten auf umwälzende neue Therapien (Seite 70).

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