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Zum Geburtstag viel Glück! Auch in der Corona-Pandemie können wir Nähe schaffen – denn das Gefühl von Gemeinschaft stärkt unsere inneren Kräfte.
Foto: JYRI PITKÄNENWie sehr sehnen Sie sich danach, dass der Ausnahmezustand, den Covid-19 ausgelöst hat, endlich vorbei sein möge? Fühlt es sich noch immer an wie ein böser Traum? Oder beginnen Sie schon, für die Zeit danach Kraft und Ideen zu sammeln? Egal, an welchem Punkt Sie sich befinden: Diese Ausgabe von SPIEGEL WISSEN will Sie bestmöglich durch das Tief begleiten und Ihnen anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie ganz persönlicher Erfahrungen helfen, das Unabänderliche so positiv wie möglich zu gestalten und zu bewältigen.
Eine Krise ohne Ende – diese Aussicht belastet viele Menschen am stärksten. Sicher ist aber: Es wird ein Ende geben, auf das wir uns schon jetzt vorbereiten können. Und es wird darauf ankommen, schreibt Philosoph Wilhelm Schmid , ob wir uns als »Teil eines großen Ganzen« erleben, »auf das Verlass ist«. Psychologen und Neurobiologinnen haben anhand vergangener Katastrophen untersucht, was die Politik, was die Gemeinschaft und was jeder selbst tun kann, um Zukunftsangst zu bekämpfen und Zuversicht aufzubauen .
Menschen reagieren in existenziellen Notlagen so unterschiedlich wie in ihrem gewohnten Alltag zuvor. Dabei schlummern in uns Kräfte, die erst in der Krise aktiviert werden. Resilienz ist das Zauberwort, aber es ist »keine magische Urkraft, die einem in die Wiege gelegt ist oder nicht«, erklärt der Mainzer Resilienzforscher Klaus Lieb SPIEGEL-Redakteurin Bettina Musall, die dieses Heft konzipiert hat . Im Gegenteil: »Wir können unsere inneren Widerstandskräfte trainieren.«
Ob Sie Ihre persönlichen Reserven voll ausschöpfen, um diese Extremsituation zu meistern, können Sie im
Wie viel Kraft in uns steckt, zeigen Menschen, die schwere Schicksalsschläge überstanden haben. Der Syrer Neshan Noaman berichtet SPIEGEL-Redakteurin Heike Klovert, wie er den Krieg in Aleppo, ein Flüchtlingslager im Libanon und eine Bootsflucht nach Europa überlebte, seine Eltern und Geschwister musste er zurücklassen. Der ehemalige Student der Geowissenschaften arbeitet heute als Krankenpfleger in Hamburg und hat gerade zum 9. Mal Blut gespendet. »Mein Ziel ist es, 50 Mal in Deutschland Blut zu spenden«, sagt er.
SPIEGEL WISSEN bietet Ihnen ein Coaching an, mit dem Sie Ihre Krisenkompetenz trainieren können – privat, beruflich und für die Coronakrise. Tipps hierzu schicken wir Ihnen dann ab dem 21. Mai jeweils freitags auch per Mail zu. Hier können Sie sich dafür registrieren: www.spiegel.de/krisencoaching