Hoden in Not - DER SPIEGEL
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SPORTMEDIZIN Hoden in Not

• aus DER SPIEGEL 44/2000
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Ausgiebiges Mountainbiking ist noch gefährlicher für die Hoden als bisher gedacht. Der Innsbrucker Radiologe Ferdinand Frauscher hat im Ultraschall die Geschlechtsteile von 45 Bikern untersucht, die täglich mindestens zwei Stunden im Gelände unterwegs sind. Das Ergebnis, jetzt veröffentlicht im britischen Fachblatt »Lancet": 43 Bergsportler, das entspricht 96 Prozent der Studienteilnehmer, wiesen Veränderungen im Schritt auf. Sie hatten Zysten, Schwellungen und verkalktes Hodengewebe. Ähnliches fand der Forscher nur in 16 Prozent einer Vergleichsgruppe, die aus Nicht-Mountainbikern bestand. Verantwortlich für die Not der Hoden sind nach Frauschers Ansicht die Sättel: Handelsübliche Produkte fingen Erschütterungen nur ungenügend ab, ständig seien die Hoden Mikroverletzungen ausgesetzt.

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