METEOROLOGIE Im Innern des Sturms
Um die Stärke von Hurrikanen noch besser vorhersagen zu können, haben Nasa-Wissenschaftler vergangenes Jahr tief in das Innere zweier Stürme geschaut. Bei Hurrikan »Humberto«, der im September 2001 vor der nordamerikanischen Ostküste wütete, maßen sie dabei die Menge und das Verteilungsmuster kleiner Eispartikel. Befinden sich viele Partikel in den oberen Schichten des Hurrikans, so kann das nach Ansicht der Forscher bedeuten, dass die Stärke des Sturms zunimmt. Denn Eis reflektiert Sonnenenergie, dadurch kühlen die oberen Schichten aus, während von unten warme Luft nachströmt. Diese aufsteigende Luft saugt weitere Luft an: Die Windstärke nimmt zu. Direkt beobachtet haben Nasa-Wissenschaftler dieses Phänomen im September 2001 bei Hurrikan »Erin« vor den Bermudas. Mit Hilfe von acht aus einem Flugzeug abgeworfenen Messsonden gelang es den Forschern, ein dreidimensionales Bild der Temperaturverteilung im Innern des Sturms zu erstellen. Die Forscher wollen damit bisherige Vorhersagemodelle verbessern.