VERHALTENSFORSCHUNG Kavaliere auf vier Pfoten
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DER SPIEGEL 43/2008
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Beim Spiel mit Artgenossen lassen junge Rüden häufig ihre weiblichen Spielgefährten gewinnen - selbst wenn sie ihnen körperlich überlegen sind. »Die Hundemännchen geben sich schwächer, als sie sind, sie machen sich regelrecht angreifbar, um das Spiel am Laufen zu halten«, berichtet die US-Verhaltensforscherin Camille Ward von der Universität Michigan. »So können sie leichter einen engen Draht zu den Weibchen aufbauen.« Ward und ihr Team haben das Spielverhalten von Welpen untersucht. Dabei haben die Wissenschaftler bei den Hunden sogar kavalierhafte Verbeugungen beobachtet. Die alte Schule führt anscheinend zum Ziel. Ward: »Die spielerische Verneigung ist bei Hunden ein Signal, potentielle Spielpartner herauszufordern.«