40-Jahres-Vergleich: Zahl der Krebstoten in der EU sinkt - DER SPIEGEL
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40-Jahres-Vergleich Zahl der Krebstoten in der EU sinkt

In der Europäischen Union sterben weniger Menschen an Krebs als noch vor wenigen Jahren. Dennoch könnten dieses Jahr 1,3 Millionen Patienten der Krankheit erliegen. Männer und Frauen machen jeweils andere Krebsarten besonders zu schaffen.
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Bei vielen Krebsarten sinkt die Todesrate in der Europäischen Union (EU) - doch gleichzeitig sterben immer mehr Frauen an Lungenkrebs. Das zeigt eine Studie, die Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology"  veröffentlichen.

Im Jahr 2011 wird es demnach in der EU schätzungsweise 1,3 Millionen Krebstote geben, wie Forscher von den Universitäten in Mailand und Lausanne auf Grundlage von Daten aus den vergangenen 40 Jahren errechnet haben. Im Vergleich zu 2007 hieße das, dass sieben Prozent weniger Männer und sechs Prozent weniger Frauen ihr Leben wegen Krebs verlieren.

Brustkrebs

Darmkrebs

"Seit den späten achtziger Jahren ist bei Männern in der EU ein Rückgang bei den Todesraten für Krebs festzustellen, bei den Frauen begann es sogar noch früher", heißt es in der Studie. Die zurückgehenden Zahlen seien vor allem besseren Heilungserfolgen bei bei Frauen sowie bei Männern zu verdanken.

Lungenkrebs

Bei Männern wird den Schätzungen zufolge wie in den Jahren davor besonders zur Gefahr, 2011 könnten daran mehr als 28.000 Männer sterben. Die Frauen verzeichnen die höchste Todesrate bei Brustkrebs mit bis zu 17.300 erwarteten Fällen. In den meisten EU-Ländern ist beim Lungenkrebs bei Frauen ein Trend nach oben zu verzeichnen.

2006 waren in Deutschland 11.900 Frauen an Lungenkrebs gestorben, 2011 sollen es bis zu 13.600 sein. In Polen hat Lungenkrebs als Todesursache bei Frauen sogar Brustkrebs überholt. Polen hat auch insgesamt sowohl bei Männern als auch Frauen die höchsten Todesraten bei Krebs.

Trotz einiger ermutigender Zeichen werde die Zahl der Krebstoten in der EU wegen der Überalterung der Bevölkerung in Zukunft vermutlich vergleichsweise stabil bleiben, sagte Studienleiter Carlo La Vecchia.

boj/dpa