Coronavirus Rückschlag für Nasenspray-Impfstoff von AstraZeneca
Forscherinnen und Forscher, etwa von AstraZeneca, arbeiten weltweit bereits seit der Frühzeit der Pandemie an Schleimhautimpfstoffen
Foto: Brendan McDermid / REUTERSErste Tests einer Nasenspray-Version des Coronaimpfstoffs von AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford zeigen nicht den gewünschten Erfolg. In der ersten von üblicherweise drei Studienphasen sei nur bei einer Minderzahl der Studienteilnehmer eine Antikörperreaktion in den Schleimhäuten der Atemwege festgestellt worden, teilt die Universität Oxford mit. Zudem sei die im Blut gemessene Immunreaktion schwächer als bei einer Coronaimpfung in den Oberarmmuskel.
Coronaviren verbreiten sich bekanntermaßen vor allem durch die Luft und gelangen in der Regel zunächst in Nase, Rachen und Lunge. Direkt dort in den Schleimhäuten auch mit der Bekämpfung der Erreger zu beginnen und eine Infektion so bestenfalls ganz zu vermeiden, scheint daher logisch. Darüber hinaus wäre die Methode weniger schmerzhaft und einfacher zu handhaben als Injektionen.
Tatsächlich arbeiten Forscherinnen und Forscher weltweit bereits seit der Frühzeit der Pandemie an Schleimhautimpfstoffen. Anfang September wurden etwa in Indien und China entsprechende Präparate zugelassen.
An der von AstraZeneca finanzierten britischen Studie nahmen 30 zuvor nicht Geimpfte teil – sowie zwölf Menschen, die zuvor eine Standardimpfung mit zwei Dosen per Injektion erhalten hatten.
»Wir glauben, dass die Verabreichung von Impfstoffen in Nase und Lunge ein vielversprechender Ansatz ist, aber diese Studie deutet darauf hin, dass es wahrscheinlich Herausforderungen geben wird, Nasensprays zu einer zuverlässigen Option zu machen«, sagte Sandy Douglas, Leiter der Studie am Jenner Institute der Universität Oxford. Ernsthafte unerwünschte Ereignisse oder Sicherheitsbedenken seien nicht gemeldet worden.