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Söder will Schuldenobergrenze in der Coronakrise, das Weiße Haus schließt neuen Lockdown der USA aus und warum die Pandemie in Afrika so langsam verläuft: Lesen Sie hier Ihre Tageszusammenfassung.

Timo Lenzen/ DER SPIEGEL

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht ist irgendwann jetzt der Punkt erreicht, an dem man beschließen sollte: Nun ist gut mit totem Tier. In der fleischverarbeitenden Industrie herrschen teils wirklich miese Arbeitsbedingungen und die Gehälter sind niedrig, Rinder verursachen Methan, für ihr Futter wird der Regenwald zerstört, überhaupt sind Fleisch und Wurst ein Klimakiller. Trinkwasser und Böden leiden unter der Gülle, dazu das Tierleid in den Massenställen und Schlachthäusern.

Nun, so zeigt sich, sind Schlachthöfe auch noch ein Corona-Hotspot. Dass sich das Virus dort so gut verbreiten kann, hat offenbar nicht nur mit den prekären Arbeitsbedingungen, sondern auch mit den Temperaturen in den Hallen zu tun, wie meine Kollegin Irene Berres berichtet.

Die Körper von Rindern und Schweinen müssen nach der Schlachtung möglichst schnell auf maximal sieben Grad, bei Geflügel sogar auf maximal vier Grad heruntergekühlt werden.

Während die Kälte die Vermehrung vieler Bakterien bremst, begünstigt sie jedoch die Ausbreitung vieler Viren, die Atemwegserkrankungen auslösen, darunter auch die der Coronaviren. Sie können bei niedrigen Temperaturen außerhalb des Körpers deutlich länger überleben. Dies ist ein Grund, warum sich Menschen im Winter viel häufiger erkälten und an der Grippe erkranken. 

Daten und Studien, die sich auf die spezielle Umgebung in Fleischverarbeitungsbetrieben beziehen, gibt es jedoch noch nicht, wie Christian Drosten in seinem Podcast einräumt. "Ich denke aber, dass man sich das jetzt schon anschauen wird."

Vielleicht braucht es die zumindest für den individuellen Verzicht auf das massenhafte Verzehren toter Tiere aber auch gar nicht mehr.

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"Die Stürmer - Machtkampf in der AfD: Wie der völkische Flügel die Partei übernehmen will", lautet der Titel der neuen Ausgabe des SPIEGEL. Sie erhalten sie ab sofort digital und ab Samstag am Kiosk. Und hier kommen die wichtigsten Entwicklungen des Tages:

Das größte Parlament der Welt tagt mit Mundschutz: Mit höheren Staatsausgaben will China gegen den Corona-Absturz vorgehen. Kräftig steigen soll auch wieder der Militäretat. Ein Wachstumsziel für die Wirtschaft gab Premier Li aber zum ersten Mal seit 1990 gar nicht erst aus.

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Foto:

Ju Peng/ dpa

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In der Bundesregierung bahnt sich eine Einigung zu den umstrittenen Kaufprämien für Autos an - zulasten des Klimas. Große Spritschlucker gelten dann als umweltfreundlich.

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Noch zögert die Kanzlerin bei der Einführung einer staatlichen Kaufprämie für Autos. Nun haben die Wirtschaftsweisen sie vor solch branchenspezifischen Hilfen gewarnt - und machen eigene Vorschläge gegen die Corona-Flaute.

Weißes Haus schließt neuen Lockdown der USA aus
Die Vereinigten Staaten öffnen sich derzeit - und die Sorge vor einem Wiederanstieg der Corona-Infektionen wächst. Für Präsident Trump kommt eine erneute Schließung des Landes aber nicht infrage.

Covid-19 in weltweiten Zahlen

  • Bestätigte Fälle: 5.128.492

  • Todesfälle: 333.489

  • Von der Krankheit genesen: 1.966.135

  • Deutschland: 177.212 bestätigte Erkrankte, 159.025 Genesene (geschätzt), 8174 Todesfälle

Quellen: CSSE / Johns Hopkins University , Stand: 22. Mai 2020, 14:32 Uhr; Robert Koch-Institut, Stand: 22. Mai 2020, 8:10 Uhr

Hintergrund und Service

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Ein schönes Wochenende wünscht

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Was Sie über das Virus wissen müssen

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