Aids: Dramatischer Anstieg in Osteuropa - DER SPIEGEL
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Aids Dramatischer Anstieg in Osteuropa

250.000 Menschen haben sich dort nach Schätzungen der WHO in diesem Jahr mit dem HI-Virus angesteckt.
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Genf - Die meisten hätten sich beim Drogenspritzen mit verseuchten Nadeln angesteckt, heißt es in dem jüngsten Epidemie-Bulletin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) . Damit stieg die Zahl der Aidsinfizierten in Osteuropa auf rund 700.000. Das sind 60 Prozent mehr als im Vorjahr.

Weltweit ist die Zahl der Aidskranken von 34,3 Millionen auf 36,1 Millionen gestiegen. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 5,3 Millionen Menschen neu angesteckt.

In Nordamerika, Europa und der Pazifikregion leben nach den Schätzungen der WHO insgesamt 1,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Die Zahl sei etwas höher als in den vergangenen Jahren, weil mehr Infizierte durch bessere Medikamente länger leben. Die Zahl der Neuansteckungen sei seit einigen Jahren konstant.

Erstmals sei auch die Zahl der Neuinfektionen im südlichen Afrika nicht weiter gestiegen. Schätzungen zufolge infizierten sich dort im vergangenen Jahr vier Millionen Menschen mit den HI-Virus. In diesem Jahr dürften es nach Angaben der WHO 3,8 Millionen sein. Obwohl in Afrika südlich der Sahara nur ein Zehntel der Weltbevölkerung lebt, werden dort rund 70 Prozent aller Aids-Betroffenen gezählt. In dieser Region starben auch 80 Prozent aller Aidstoten.

Seit Bekanntwerden der Immunschwächekrankheit in den achtziger Jahren seien 21,8 Millionen Menschen an Aids gestorben. In diesem Jahr starben rund drei Millionen, heißt es in dem WHO-Bulletin weiter.