Aids: "Männer machen viel aus" - DER SPIEGEL
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Aids "Männer machen viel aus"

Im Kampf gegen Aids müssen Männer nach Ansicht der Aids-Organisation der Vereinten Nationen (Unaids) ihre Einstellung und ihr Verhalten ändern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Neu-Delhi - Die diesjährige, in Neu-Delhi vorgestellte Anti-Aids-Kampagne unter dem Motto "Männer machen viel aus" soll Männer dazu bringen, mehr Verantwortung für ihre Sexualpartnerinnen zu zeigen. "Um Aids zu stoppen, brauchen wir eine soziale Revolution", stellte Peter Piot, der Direktor von Unaids, fest. "Viel zu oft gilt es als unmännlich, Kondome zu benutzen", erklärte Piot. Männer, die außerhalb der Ehe ungeschützten Sex hätten, sollten sich bewusst sein, dass sie ihre Ehefrauen und ihre künftigen Kinder anstecken könnten, wenn sie sich nicht auf HIV testen ließen."

1999 gab es nach Angaben der Organisation 5,6 Millionen neu Infizierte. Mehr als 70 Prozent der Ansteckungen kämen durch heterosexuelle Kontakte zustande.

Das Verhalten von Männern trägt maßgeblich zur Verbreitung von HIV bei, doch es könne verändert werden, heißt es in dem Aufruf von Unaids.

Piot räumte ein, es sei schwer, Jahrhunderte alte Muster in den Beziehungen der Geschlechter zu verändern. Jungen müssten schon in der Kindheit lernen, Frauen und ihre Rechte zu akzeptieren.