Antarktis-Mission: Flug ins ewige Eis - DER SPIEGEL
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Antarktis-Mission Flug ins ewige Eis

Im kurzen antarktischen Sommer machen sich spezielle Flugzeuge auf den langen Weg von den USA über Neuseeland in die Antarktis. An Bord haben sie Schokolade und Obst, Benzin und Teleskop-Bauteile. Vor mehr als 50 Jahren fand die friedliche Militärmission "Deep Freeze" zum ersten Mal statt.
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Die Antarktis ist der kälteste, windigste, unwirtlichste Kontinent der Erde, gehüllt in Schnee und kilometerdickes Eis. Trotzdem machen sich einmal im Jahr Transportflugzeuge der US-Air-Force auf den langen Weg von Nordamerika in die ewige Kälte - speziell präparierte Frachtmaschinen vom Typ C-17.

Mit an Bord sind rund 20 Personen. Im Laderaum der Flugzeuge: Schokolade, frisches Obst und Gemüse, Benzin, technische Geräte. Dieses Jahr werden unter anderen die Einzelteile ein neuen Teleskops auf den Südkontinent geflogen. Die Vorräte werden in vielen Forschungsstationen in der Antarktis dringend benötigt. Weit entfernt von daheim untersuchen Wissenschaftler die globale Erderwärmung, machen biologische, geologische und astrophysikalische Studien.

Die Maschinen vom Typ C-17 starten vom Stützpunkt Christchurch in Neuseeland zur US-amerikanischen Antarktis-Forschungsstation McMurdo. Vorher müssen sie mit der kostbaren Fracht den Pazifik überqueren. Der Name dieses friedlichen Militär-Einsatzes könnte kühler nicht klingen: "Operation Deep Freeze". In der Saison 1955/56 fand er zum ersten Mal statt.

Mit Eisbrechern und Planierraupen den Weg ebnen

Wegen der antarktischen Temperaturen, die ein Mensch nur kurz und mit Schutzkleidung ertragen kann, ist das Auswahlverfahren der Missionsteilnehmer hart. Aber: "Das ist in jedem Fall eine gute Mission", sagt Dave Scotts, ein ehemaliger Reservist. 34 Mal ist er schon über den Südpazifik mitgeflogen.

Vom McMurdo-Stützpunkt aus wird die Ladung von kleineren Spezialflugzeugen weiter über den Eiskontinent verteilt. Um Schiffen, die sich ebenfalls an der Versorgung beteiligen, einen Weg zu bahnen, werden mächtige Eisbrecher benötigt. Die US-Air-Force teilte mit: Nur das Militär sei aufgrund seiner Ausstattung in der Lage, die US-amerikanische "National Science Foundation" bei ihrer Antarktis-Forschung zu unterstützen. Deren Wissenschaftler errichten derzeit unter anderem ein großes Teleskop am Südpol.

Während Nahrungsmittel und technisches Werkzeug an die einzelnen Forschungs-Stationen in der Antarktis verteilt werden, planieren Spezialarbeiter mit Raupen die vereiste Landebahn von McMurdo, um sie fit für den Ansturm während der kurzen Hauptsaison zu machen: Zwischen Ende September und Anfang März landet mehr als 50 Mal ein "Deep Freeze"-Frachter voller Nachschub im ewigen Eis.

tos

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