Arbeit im All: Bergsteigende Astronauten - DER SPIEGEL
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Arbeit im All Bergsteigende Astronauten

Mehr als sechs Stunden lang arbeiteten zwei Astronauten im Weltall: Erfolgreich verkabelten sie nun das russische Wohnmodul Swesda mit der Internationalen Raumstation.
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Houston - Mit einem mehr als sechsstündigen Arbeitseinsatz im Weltall haben zwei Raumfahrer am Montag die Internationale Raumstation (ISS) ihrer Vollendung ein Stück näher gebracht. Der Amerikaner Edward Lu und sein russischer Kollege Juri Malentschenko stellten erfolgreich die Strom- und Datenverbindungen zwischen der ISS und dem im Juli angedockten russischen Wohnmodul Swesda her. Das teilte die NASA-Bodenkontrolle in Houston, Texas, mit.

In der Umlaufbahn schwebend installierten sie neun Kabelverbindungen und montierten einen zwei Meter hohen Kompassmast.

Die beiden Männer mussten dazu, 370 Kilometer über der Erdoberfläche, wie Bergsteiger fast 34 Meter an der Außenseite der Station emporklettern. So weit wie Lu und Malentschenko haben sich Raumfahrer bei Allspaziergängen noch nie von ihrem Mutterschiff entfernt.

Der Einsatz war eine echtes Gemeinschaftswerk: Die Männer - beide übrigens in amerikanischen Raumanzügen - montierten russische Kabel und Antennen. Die Klettertechnik ist von russischen Kosmonauten erfunden und gemeinsam mit den Amerikanern weiterentwickelt worden.

Malentschenko, der schon zur Besatzung der russischen Raumstation Mir gehörte, ist ein erfahrener Raumspaziergänger. Für Lu aber war es der erste "Ausstieg" ins All.

Am Dienstag werden die übrigen fünf Männer der Atlantisbesatzung damit beginnen, mehr als zwei Tonnen Ausrüstungsgegenstände und Nahrungsmittel in die Raumstation umzuladen.

Im November soll eine erste Mannschaft die ISS für einen längeren Aufenthalt beziehen und sie dabei weiter ausbauen. Insgesamt wird es noch mindestens fünf ein halb Jahre dauern, bis die Raumstation fertig gestellt ist. An dem Projekt sind neben den USA und Russland auch Japan, Kanada und mehrere europäische Länder beteiligt, darunter auch Deutschland.