"Atlantis": Shuttle-Transporter bricht zusammen - DER SPIEGEL
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"Atlantis" Shuttle-Transporter bricht zusammen

Nicht einmal bis zur Abschussrampe ist das US-Shuttle "Atlantis" bei seiner jüngsten Reise gekommen. Der nächste Flug zur Internationalen Raumstation ISS könnte sich weiter verzögern.
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Millionen von Kilometern hat der Orbiter schon im All zurückgelegt, doch ausgerechnet auf einer rund fünf Kilometer langen Strecke in Cape Canaveral kam die "Atlantis" jetzt ins Stocken. Schuld war, so die Nasa, der gigantische Transporter, der das Shuttle zusammen mit der mobilen Startplattform zur Abschussrampe transportieren sollte.

Der 40 Meter lange und 35 Meter breite Transporter - Crawler genannt - nimmt das Shuttle normalerweise im so genannten Vehicle Assembly Building Huckepack, wo Orbiter, Treibstofftank und Feststoffraketen auf der Startplattform montiert werden. Die Fahrt zur Abschussrampe dauert gewöhnlich fünf Stunden.

Doch am Dienstag war bereits nach einer Stunde Schluss, als das Computersystem des Transporters zusammenbrach. Nasa-Technikern gelang es nicht, den Fehler zu beheben. Stattdessen setzten sie ein Ersatzsystem in Betrieb, mit dessen Hilfe der Transporter zurück zum Ausgangspunkt gebracht werden konnte.

Die beiden Nasa-Crawler, die zu den größten Kettenfahrzeugen der Welt gehören, stehen schon seit vielen Jahren im Dienst der US-Weltraumbehörde. Ursprünglich für den Transport der Saturn-Mondraketen gebaut, werden mit ihnen seit den achtziger Jahren auch Space Shuttles transportiert.

Angetrieben werden die stählernen Ungetüme von zwei jeweils 2750 PS starken Dieselmotoren. Allein, um die Plattform waagerecht zu halten und den Transporter zu steuern, sind zwei weitere Motoren mit jeweils 1065 PS nötig. Auf diese Weise bringt es der Crawler auf einen Benzinverbrauch von rund 350 Liter pro Kilometer.

Nach dem Problem mit Crawler Nummer eins soll nun der Ersatztransporter aktiviert werden. Die Verantwortlichen des Kennedy Space Centers hoffen, am Mittwochabend einen neuen Versuch starten zu können.

Dennoch könnte die Panne die nächste Shuttle-Mission weiter verzögern. War zunächst geplant, die "Atlantis" am 18. Januar ins All starten zu lassen, so wurde dieser Termin bereits im Dezember um einen Tag nach hinten verschoben. Die Nasa-Techniker sollten mehr Zeit bekommen, defekte Kabel an einer der beiden Feststoffraketen des Shuttles zu reparieren.

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