Atlantis-Start Meteorologen sagen gutes Wetter voraus
Cape Canaveral - Um 21.27 Uhr MESZ soll es so weit sein. Seit dem Vormittag wird die Atlantis vollgetankt. Muss der Flug doch verschoben werden, könnte sich die Reise um bis zu einem Monat verzögern, weil dann zunächst mehrere Starts im Auftrag des Militärs anstehen.
Die Fähre soll Bauteile und Versorgungsgüter für künftige Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS) befördern. Die sieben Besatzungsmitglieder werden während der bisher auf zehn Tage angesetzten Reise versuchen, das Modul in eine 30 Kilometer höhere, sicherere Umlaufbahn zu bringen. Die Raumstation hatte in den letzten Wochen wegen einer verstärkten Sonnenaktivität und noch fehlender Steuermöglichkeiten kontinuierlich an Höhe verloren.
Außerdem müssen die Crew-Mitglieder, zu denen ein Russe gehört, vier große Batterien ersetzen, die seit der letzten Mission vor etwa einem Jahr keinen oder nur noch wenig Strom liefern. Sechs Tage lang werden sie dafür an die ISS angedockt bleiben.
Die Shuttle-Besatzung sollte ursprünglich vor allem Versorgungsgüter für die künftige erste Besatzung zur ISS bringen. Inzwischen sind die Bauarbeiten aber stark in Verzug geraten. Das russische Service- und Wohnmodul Swesda (Stern) wird nach vielen Verzögerungen vermutlich erst Mitte des Jahres ins All starten.
An der Station sind neben den USA, Russland, Japan, Kanada und Brasilien elf europäische Länder direkt beteiligt, darunter auch Deutschland.