Ausgrabung: Pyramide in Mexiko-Stadt entdeckt - DER SPIEGEL
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Ausgrabung Pyramide in Mexiko-Stadt entdeckt

Auf einem Hügel mitten in Mexiko-Stadt haben Wissenschaftler eine 1500 Jahre alte Pyramide entdeckt. Nach Meinung der Forscher war einst die gesamte Anhöhe eine Stadt einer untergegangenen Kultur.
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Mexiko-Stadt - Die Kultstätte, die auf dem Sternenhügel (Cerro de la Estrella) im Südosten von Mexiko-Stadt entdeckt wurden, hatte nach Angaben mexikanischer Wissenschaftler eine Grundfläche von etwa 150 mal 120 Metern und war rund 18 Meter hoch. Die gesamte Anhöhe sei eine große Stadt der um das Jahr 1000 untergegangenen Teotihuacán-Kultur gewesen, sagte Jesús Sánchez vom Nationalen Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH).

Die Kultur von Teotihuacán hatte ihre Blütezeit in der Mitte des ersten nachchristlichen Jahrtausends. Die Pyramide sei um das Jahr 500 nach Christus errichtet und 300 Jahre später aufgegeben worden - damals brach die Teotihuacán-Kultur aus unbekannten Gründen zusammen. Später sei die Pyramide aber von den Coyotlatelcas teilweise wieder aufgebaut worden. Bei dieser wenig bekannten Kultur handelt es sich um die Vorläufer der Tolteken.

Auf dem Hügel wird seit 1844 in einem katholischen Karfreitagsritual die Kreuzigung Christi dargestellt. An dieser Zeremonie nehmen jährlich Tausende Menschen teil. "Als die Leute uns graben sahen, wollten sie erst gar nicht glauben, dass sich hier eine Pyramide befindet", sagte Ausgrabungsleiter Sánchez. Er vermutet, dass sich in der Umgebung noch weitere präkolumbianische Relikte finden lassen. Sie seien aber bedroht durch die zunehmende Ausbreitung der Besiedlung: "Alle Hügel im Tal von Mexiko haben archäologische Überreste, und sie müssen dringend geschützt werden."

mbe/AFP/AP/dpa