Ausrottung Pferde auf dem Speisezettel
Bisher war es unter den Forschern umstritten, ob Klimaschwankungen oder Nachstellungen der Zweibeiner die Ursache des plötzlichen Artentods waren, von dem um dieselbe Zeit auch andere Großsäuger wie Kamele, Löwen oder Mammuts betroffen waren.
Jetzt ist dem kanadischen Geologen Paul McNeil ein erster Nachweis gelungen, dass Pferde tatsächlich auf dem Speisezettel der nordamerikanischen Ureinwohner standen. Bei der Untersuchung von Speerspitzen und in der Nähe gefundenen Pferdeknochen stellte er zweifelsfrei fest, dass die Steinzeitjäger den Tieren nachgespürt und sie mit ihren primitiven Waffen erlegt hatten.
Selbst wenn die Zahl der getöteten Tiere womöglich gering war, könnte eine beharrliche Dezimierung, zusammen mit raschen Klimawechseln, ausgereicht haben, um den Fortbestand der Spezies zu gefährden: "Schon eine Jagdbeute von weniger als fünf Prozent der Population pro Jahr", vermutet McNeil, "hätte genügt, um das Schicksal der Herden innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne zu besiegeln."