Bierbauch Die Gene sind schuld
Sydney - Eine Forschungsarbeit über dickbäuchige Tiere wurde von Wissenschaftlern um Iain Robinson vom National Institute for Medical Research in London jetzt auf einer Konferenz vorgestellt.
Britische Forscher hatten Ratten einen Wanst angezüchtet, um zu erkunden, warum dicke Bäuche bei Männern in ihren so genannten "besten Jahren" ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck und Schlaganfall anzeigen.
Die Forscher seien zufällig darauf gekommen, dass es für den dicken Bauch eine genetische Veranlagung gibt. So habe eine gentechnisch veränderte Laborratte mittleren Alters stärkere Rundungen im Hüftbereich bekommen, während sie an anderen Körperteilen nicht zulegte, sagte Robinson.
Bei der daraus gezüchteten Rattenlinie bekommen sämtliche Männchen einen Bauch, während die Weibchen erst in sehr hohem Alter fett werden. "Aber, und das ist weit wichtiger, die Entdeckung könnte uns den Schlüssel geben, warum dieses Fett in diesem Bereich ansetzt und warum es diesen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen gibt."
Nach Auskunft von Robinson habe sein Team noch nicht bewiesen, dass es ein "Bierbauch-Gen" gibt. Aber das werde unter den mittlerweile bekannten Genen, die zur Fettleibigkeit führen, schon noch entdeckt werden.