Cern: Vor dem Abschalten wurde gefeiert - DER SPIEGEL
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Cern Vor dem Abschalten wurde gefeiert

In gut einem Monat soll der größte Teilchenbeschleuniger der Welt in der Nähe von Genf seine Arbeit einstellen. Mit einem großen Fest haben sich die Cern-Wissenschaftler und Forschungspolitiker schon einmal von dem Laboratorium verabschiedet.
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Die Redner auf der Festveranstaltung, unter ihnen Forschungsminister aus 13 europäischen Ländern lobten unter anderem den wichtigen Beitrag des Beschleunigers LEP (Large Electron Positron Collider) für das Verständnis der grundlegenden Naturgesetze. Martinus Feldmann, Physik Nobelpreisträger von 1999 sagte in der Versuchshalle, in der die Feier stattfand, Physiker hätten heutzutage eine gute Vorstellung, wie Elementarteilchen interagieren und könnten dies genauestens berechnen. Den wichtigsten Beitrag dafür habe das Cern , und im besonderen der LEP geleistet.

Nach den Reden stand für die 700 Ehrengäste ein optisch angenehmer Programmpunkt auf dem Plan. Ein Lausanner Tanzschule führte ein Ballett auf, das der berühmte Choreograf Maurice Béjart speziell für diesen Anlass zusammengestellt hatte.

Das Aus für den Beschleuniger LEP soll nach elf Jahren Betriebszeit Anfang November kommen. An seiner Stelle soll in fünf Jahren der wesentlich leistungsfähigere Beschleuniger LHC (Large Hadron Collider) Experimente ermöglichen. Dafür muss aber der LEP weichen, der ursprünglich bereits abgeschaltet sein sollte.

Im Juli und August hatten die Cern-Wissenschaftler dort aber möglicherweise ein Teilchen entdeckt, nach dem Physiker weltweit seit Jahrzehnten suchen: das Higgs-Boson, das als letzter noch fehlender Baustein in der Standardtheorie der Elementarteilchenphysik gilt. Die Forscher am LEP hatten daher einen Aufschub erhalten, um den Nachweis zu erbringen, dass die beobachteten Ereignisse tatsächlich auf Higgs-Teilchen zurückzuführen sind.