Das Sauriersterben: Sieg der kleinen Eierfresser? - DER SPIEGEL
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Das Sauriersterben Sieg der kleinen Eierfresser?

Über viele Jahre wurde diskutiert, ob das Sterben der Saurier mit dem beginnenden Siegeszug der Säugetiere zu tun haben könnte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die These: Kleine Säugetiere, die sich möglicherweise als Nesträuber ernährten, hätten sich zunehmend vermehrt und die Population der Saurier derart geschwächt, dass diese im Laufe einer gewissen Zeit so stark an Zahl abnahmen, dass sie schließlich ganz verschwanden. Nach wie vor halten es viele Paläontologen für denkbar, dass das Sauriersterben ein Prozess war, der bis zu einer Million Jahre dauerte. Die Altersbestimmung von Fossilien erlaubt keine genaueren Zeitangaben. Zudem stehen Paläontologen vor dem Problem, dass gerade im Zeitabschnitt der späten Kreidezeit die Fossilienausbeute ungewöhnlich dürftig ist.

Die Theorie hat zwei große Schwachpunkte: Zum einen existierten nesträubernde Kleinsäuger und Saurier viele Millionen Jahre, ohne dass dies der Population der Saurier hätte schaden können. Zum anderen bietet die Theorie keinerlei Erklärung dafür, warum nicht nur Saurier betroffen waren, es traf sie nur am stärksten. Auf der anderen Seite lebten eierlegende Reptilien anderer Ordnungen weiter, wie zum Beispiel Schildkröten und Krokodile.

Eine andere These, die noch nicht ganz vom Tisch ist, betrifft ebenfalls das Aufkommen neuer Arten: Krankheitserregende Kleinstlebewesen könnten das Sauriersterben verursacht haben. Niesten sich die Saurier zu Tode? So aberwitzig das zunächst klingen mag, völlig auszuschließen ist es nicht. Allerdings wird die Theorie wahrscheinlich ewig ohne Nachweis bleiben: Sie ist pure Spekulation, die man aus dem Fossilienbefund nicht wird nachweisen können.

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