Ecstasy: Wer Pillen schluckt wird leichter krank - DER SPIEGEL
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Ecstasy Wer Pillen schluckt wird leichter krank

Wer sich Disco-Abende mit Ecstasy-Pillen versüßt, riskiert dabei auch längerfristig seine Gesundheit. Wissenschaftler zeigten jetzt, dass der Wirkstoff der Glückspillen das Immunsystem des Körpers schwächt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eine Gruppe von Forschern in Dublin berichtet, der in der Droge enthaltene Wirkstoff Methylendioxymethylamphetamin (MDMA)unterdrücke die Immunreaktionen des Körpers. Der Konsum von MDMA schwäche die angeborene und erworbene Immunität und mache somit den Körper anfälliger für ansteckende Krankheiten und Infektionen, sagte der Mediziner Thomas Connor bei der Vorstellung seiner Resultate bei einer Konferenz in Dublin. Auch medizinische Fallstudien deuten demnach auf einen Zusammenhang zwischen Anfälligkeit und MDMA-Konsum.

Das Amphetamin MDMA wurde bereits im Jahr 1914 als Appetitzügler entwickelt, kam jedoch nie auf den Markt. Erst in den achtziger Jahren wurde der Stoff zur beliebten Droge bei Techno-Partys. Der Konsum von Ecstasy löst einen Zustand der Euphorie und emotionalen Offenheit aus. Die Droge hat jedoch zahlreiche schwere Nebenwirkungen. Dazu gehören Nierenversagen, epileptische Anfälle, Depressionen und Psychosen.

Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg zeigte erst kürzlich, dass der Konsum von Ecstasy auch das Gedächtnis schädigen kann. Die Forschergruppe wies einerseits in Tests, die Langzeitkonsumenten absolvierten, verringerte Gedächtniskapazitäten nach. Andererseits zeigte die Studie auch, dass der Stoff im Hippocampus, einer für die Einspeicherung neuer Inhalte wichtigen Gehirnregion, Nervenzellen schädigt.