El Niño: Kränkelnde Korallen - DER SPIEGEL
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El Niño Kränkelnde Korallen

Vor der Küste des mittelamerikanischen Staates Belize ist ein ganzes Korallenriff komplett abgestorben. Schuld daran ist nach Meinung von US-Forschern die starke Meereserwärmung durch das Klimaphänomen El Niño in den Jahren 1997 und 1998.
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Belmopan - Damit habe man zum ersten Mal im Karibik-Raum das Absterben eines ganzen Riffs beobachtet, so Richard Aronson vom Dauphin Island Sea Lab in Alabama. Bereits im vergangenen Jahr waren im Pazifik die ersten toten Riffe gesichtet worden.

Durch El Niño  hätten die Wassertemperaturen vor Belize im Herbst 1998 monatelang über 29 Grad Celsius gelegen, so Aronson. Bei Höchstwerten von 31,5 Grad seien dadurch Korallenriffe weiträumig ausgeblichen und schließlich bis in große Tiefen abgestorben.

Bislang hatten die Wissenschaftler stets nach einiger Zeit eine Regeneration der abgestorbenen Korallenriffe beobachten können - nicht so in diesem Fall. Jüngste Tauchgänge zeigen nach Angaben der Forscher keine Anzeichen einer Wiederbelebung. Das sei an dieser Stelle während der vergangenen 3000 Jahre nicht vorgekommen.

Korallen geraten bei hoher Wassertemperatur unter Stress und stoßen die mit ihnen lebenden Algen ab. Dadurch können sie sich nicht mehr richtig ernähren und bleichen völlig aus. Hält der Zustand längere Zeit an, verenden die Korallen.