Endeavour: Welt erfolgreich vermessen - DER SPIEGEL
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Endeavour Welt erfolgreich vermessen

Beim Einholen des Radarmastes hat es einige Schwierigkeiten gegeben, aber die Erde ist vermessen und die Endeavour kehrt zurück. Die Raumfähre mit dem deutschen Astronauten Gerhard Thiele an Bord landet nach elftägiger Reise in Cape Canaveral.
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Cape Canaveral/Florida - Am Montag hatten die sechs Astronauten nur mit einiger Mühe den Radarmast sicher im Frachtraum des Shuttles verstaut. Erst nach mehr als zwei Stunden ließen sich die drei Riegel am Deckel des Behälters schließen, in dem das 60 Meter hohe, zusammenfaltbare Gerät Aufnahme fand. Wäre es nicht gelungen, hätte der 35 Millionen Dollar teure Mast aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden müssen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit dem Radarsystem wurden nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa 99,9 Prozent des für die Erfassung vorgesehenen Gebiets abgetastet, fast 120 Millionen Quadratkilometer. Aus den gesammelten Daten soll die bisher genaueste Weltkarte erstellt werden.

Der bedeutendste Nutznießer dieses Materials wird der militärische Geheimdienst National Imagery and Mapping Agency sein, der Partner der Nasa bei dem Vermessungsflug. Die Stationierung von Truppen und die Zielgenauigkeit von Raketen lassen sich damit verbessern. Aber auch die zivile Erforschung von Vulkanen, Erdbeben, Wasserstraßen oder Ufererosion wird Nutzen daraus ziehen.

Nasa-Direktor Daniel Goldin hat versichert, dass seine Organisation alle relevanten Daten aus der Mission international zur Verfügung stellen werde. Allerdings müssten Sicherheitsbedenken berücksichtigt werden.

Ein Teil des Radarsystems, ein Korrekturverfahren zur Koordinierung des Hauptradars mit einer kleineren Außenantenne, wurde vom Zentrum für Sensorsysteme (Zess) der Universität Siegen entwickelt.