Entdeckt Dinosaurier gründelte wie eine Ente
Nicht alle Saurier schlangen ihre Nahrung mit gierigen Bissen in sich hinein - einige seihten sie offenbar geduldig aus dem Wasser, wie es heute zum Beispiel Enten tun. Hinweise auf die bei den Urzeitriesen eher unerwartete Art der Nahrungsaufnahme lieferten neue Fossilienfunde, die US-Paläontologen in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature" vorstellen.
Das Team um Mark Norell vom American Museum of Natural History in New York beschreibt seltene Weichteile, die sich an den Schädeln zweier geschnäbelter Dinosaurier erhalten haben. Bei einem von ihnen, den in der Mongolei gefundenen straußenähnlichen Gallimimus bullatus, fanden die Forscher eine kammähnliche Struktur am Oberkiefer, die noch nie bei einem Dinosaurier entdeckt wurde.
Auf etwas Ähnliches stießen Norell und seine Kollegen aber in der heutigen Tierwelt: Die Lamellenanordnung im Sauriermaul ist mit dem Filtersystem im Schnabel einer Ente vergleichbar. Mit diesem Sieb könnte der bis zu fünf Meter lange und 400 Kilogramm schwere Gallimimus Algen und Weichtiere aus Wasser und Schlick gewonnen haben, spekulieren die Wissenschaftler.