Ernährung: Cola lässt Mädchenknochen splittern - DER SPIEGEL
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Ernährung Cola lässt Mädchenknochen splittern

Vor allem schlanke und sportliche Mädchen sollten nach Ansicht von amerikanischen Forschern ihren Cola-Konsum einschränken. Die Softdrinks erhöhen nach ihrer Ansicht das Risiko von Knochenbrüchen, weil sie den Kalzium-Haushalt durcheinander bringen.
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Grace Wyshak von der Harvard Medical School hatte Trinkgewohnheiten und Sportaktivitäten von 460 weiblichen Teenagern sowie die Häufigkeit von Knochenbrüchen in dieser Gruppe untersucht. Dabei hatte sie nachgewiesen, dass Mädchen, die Cola oder Limonade trinken, dreimal öfter Knochenbrüche erleiden, als Mädchen, die etwas anderes trinken. Mädchen, die Cola konsumieren und sich außerdem noch intensiv sportlich betätigen, haben sogar ein fünfmal höheres Frakturrisiko als junge Sportlerinnen, die auf Softdrinks verzichten.

Grund für die brüchigen Knochen ist der hohe Phosphorgehalt in den Softdrinks. Dadurch wird Kalzium aus den Knochen verdrängt, was zum Verlust von Knochenmasse führt. Ernährungswissenschaftler raten, dass Kinder lieber zu Mineralwässern mit mindestens 150 Milligramm Kalzium pro Liter greifen sollten. Auch Fruchtsäfte, die mit Kalzium angereichert sind, seien geeignet.

In der Phase des Wachstumsschubs benötigen Jugendliche besonders viel Kalzium für den Knochenaufbau. Nach Erkenntnis von Ernährungswissenschaftlern bevorzugen viele junge Frauen aber eine extrem kalziumarme Diät, da sie aus Angst um ihre schlanke Linie auf Produkte wie Käse oder Milch verzichten. Dadurch sind sie für Kalziumschwund besonders anfällig und haben ein stärkeres Risiko, in späteren Lebensjahren an Osteoporose zu erkranken.