Experten warnen Tabak ist bald Todesursache Nummer eins
Chikago - Derzeit raucht jeder sechste Erdenbürger, errechnete der federführende Autor der Studie, Richard Peto. Bis zum Jahr 2030 werden eine weitere Milliarde junger Erwachsener süchtig nach Zigaretten sein. Peto sagt auch voraus, dass in der gleichen Zeit die Zahl der Todesfälle durch Tabak jährlich von derzeit vier Millionen auf zehn steigen wird. .
Wenn die Zahl der Raucher nicht bald dramatisch schrumpft, würden dem Tabakkonsum eine Milliarde Menschen zum Opfer fallen, erklärten Experten im Vorfeld der am Sonntag in Chikago beginnenden 11. Weltkonferenz zu Tabak oder Gesundheit.
Es sei nie zu spät, den Glimmstängel auszudrücken, schreibt das "British Medical Journal" in seiner jüngsten Ausgabe. Das Risiko an Lungenkrebs zu sterben kann noch, auch wenn man erst mit 60 Jahren das Rauchen aufgibt, fast halbiert werden. Wer diesen Schritt vor dem 35. Lebensjahr geht, reduziert sein Lungenkrebsrisiko um 90 Prozent. Eine Studie aus Oxford kommt zu diesem Ergebnis.
Auf der Konferenz in Chikago erörtern Gesundheitsexperten und Politiker bis zum kommenden Freitag (11. August), welche Strategien langjährigen Rauchern den Abschied von der Zigarette erleichtern und Jugendliche davon abhalten können, den ersten Zug zu tun. Das Bemühen um die lange vernachlässigte Gruppe der älteren Raucher wird nach Einschätzung der Experten, bedingt durch die Ergebnisse der Oxford-Studie, angekurbelt.