Fehlstart Japanischer Satellit abgestürzt
Tokyo - Die erste Zündstufe der M-5 Trägerrakete versagte kurz nach dem Start, woraufhin die Rakete ins Trudeln geriet. Trotz mehrerer Versuche gelang es den Wissenschaftlern nicht, die Rakete wieder auf ihren vorgesehenen Kurs zu bringen. Ein Sprecher des Instituts für Weltraumwissenschaft, Toshiaki Takemae, sagte, der Satellit sei vermutlich beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht.
Der 1680 Kilogramm schwere und 210 Millionen Mark teure Satellit sollte im Auftrag des Bildungsministeriums Röntgenstrahlen aus hochgradigen Energiequellen im All einfangen und analysieren. Es war das dritte Mal seit 1997, dass dafür eine M-5-Rakete von 31 Metern Länge eingesetzt wurde. Der Start wurde bereits vor zwei Tagen wegen schlechtem Wetter und einem Fehler im Radarsystem des Weltraumbahnhofs in Kagoshima verschoben. Ministerpräsident Keizo Obuchi forderte der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge Ermittlungen über die Ursache des Fehlschlags.
Bereits vor zwei Monaten musste die japanische Raumfahrtbehörde eine H-2-Rakete wegen technischer Probleme kurz nach dem Start zerstören. Eine weitere Rakete dieses Typs hatte es schon vor rund einem Jahr nicht geschafft, ihre Ladung auf die vorgesehene Erdumlaufbahn zu bringen.