Friendly Fire Radar-Marker schützt Soldaten
"Friendly Fire" war auch im letzten Irakkrieg ein großes Problem für die US-Truppen und ihre Verbündeten. Während des ersten Feldzuges "Operation Desert Storm" fielen laut US-Verteidigungsministerium 24 Prozent der gefallenen GIs den eigenen Leuten zum Opfer. In England begann man im vergangenen Jahr bereits, bittere Witze darüber zu erfinden, dass man sich vor den amerikanischen Kampfjets mehr fürchten müsse als vor dem irakischen Feind. Die neue Technik soll mit einfachen Mitteln künftig für mehr Sicherheit vor Angriffen aus den eigenen Reihen bieten.
Das System markiert Militärfahrzeuge, indem es künstliche Radar-Echos erzeugt. Frühere Ansätze bauten auf Radiosignale, die von Panzern und Truppentransportern ausgesendet und von Kampfflugzeugen aufgefangen werden sollten. Die Radar-Technik ist billiger und lässt sich leicht mit bereits vorhandenen Systemen kombinieren.
An den Fahrzeugen werden kleine Geräte, sogenannte Tags angebracht, die Radarsignale von Flugzeugen erkennen können. Sie schicken - wie Fahrzeuge und andere Objekte sonst auch - ein "Echo" an das Radargerät zurück. Die Tags verändern das Radar-Echo aber leicht, so dass der Pilot das Fahrzeug als ein verbündetes erkennen kann. Laut Lars Wells von den Sandia National Laboratories funktioniert das System mit dem Namen "Athena" auch mit mehreren Radargeräten und mehreren Flugzeugen in der Umgebung.
Bislang ist die Technik nur für Fahrzeuge ausgelegt. Zukünftige Planungen richten sich aber darauf, so Wells, jeden einzelnen Soldaten mit einem Tag auszustatten und so vor Feuer aus den eigenen Reihen zu schützen.