Geheimnisvoll Geysir in Granatula?
Granatula de Calatrava - Geologen in Spanien rätseln über eine Wasserfontäne, die seit über einem Monat in der von Trockenheit geplagten Region La Mancha sprudelt. Beim Graben eines Brunnens waren Olivenbauern von der 30 Meter hohen Fontäne überrascht worden, aus dem Bohrloch treten seitdem pro Sekunde etwa 50 Liter rötlich gefärbtes Wasser aus.
Die Bauern in Granatula de Calatrava, die die Fontäne am 25. Juli auslösten, versuchten vergeblich, das Wasser mit Felsbrocken zum Versiegen zu bringen.
Um einen Geysir handelt es sich nach Angaben der Experten nicht, da das Wasser der Fontäne lediglich 20 Grad warm ist. Auch sei sie nicht vulkanischen Ursprungs. Das Phänomen werde von einer riesigen Wasserader verursacht, die unter großem Druck stehe, erklärte Enrique Calleja, Direktor der Wasserbehörde in der Regionalregierung Castilla-La Mancha. Ihm zufolge ist der Fall vor allem wegen der Tiefe der Wasserader - nach Angaben der Bauern bohrten sie den Brunnen 140 Meter tief - sowie wegen der Höhe der Fontäne und ihrer Beständigkeit beachtlich. "Das überrascht am meisten: dass der Druck nicht nachgelassen hat", sagte Calleja. "Ich habe noch nie von etwas Vergleichbarem in Spanien, Europa oder irgendwo sonst gehört."
Neugierige sollten sich der Fontäne nicht zu sehr nähern. Laut den Geologen würden möglicherweise auch hochkonzentriertes, giftiges Kohlendioxid und Steine in die Luft geschleudert.