Gentechnik USA verbieten Klonen von Menschen
Washington - Das geplante Verbot stellt das Verwenden und auch den Import von geklonten Embryonen oder daraus entwickelten Produkten in die USA unter Strafe. Verstöße sollen laut der von Präsident George W. Bush befürworteten Vorlage mit einer Geldstrafe von einer Million Dollar sowie mit zehn Jahren Haft geahndet werden.
Die Gesetzesvorlage wurde parteiübergreifend mit 241 zu 155 Stimmen gebilligt. Gegner warnten vor einer Kriminalisierung von Patienten, die sich im Ausland einer Behandlung unterzögen, die möglicherweise aus der Forschung an embryonalen Stammzellen resultiere. Bush hat angekündigt, ein Veto gegen jeglichen Gesetzentwurf einzulegen, der kein umfassendes Klonverbot vorsieht. Damit ist sowohl das Verbot des reproduktiven Klonens zu Fortpflanzungszwecken als auch des therapeutischen Klonens gemeint.
Das Repräsentantenhaus hatte bereits im Jahr 2001 eine ähnliche Vorlage wie die jetzige verabschiedet, die später die zweite Parlamentskammer, den Senat, indes nicht passierte. Mittlerweile stellen die regierenden Republikaner jedoch in beiden Kammern die Mehrheit. Ihr Fraktionschef im Senat, Bill Frist, tritt wie Bush für ein umfassendes Klonverbot ein.
Während Befürworter im Klonen eine Chance zur Erweiterung der wissenschaflichen Anwendungsmöglichkeiten sehen, halten Gegner das Kopieren menschlicher Erbmasse für ethisch nicht vertretbar. In Deutschland gilt bereits ein umfassendes Klonverbot.