Golf-Roboter: Besser einlochen mit "RoboWoods" - DER SPIEGEL
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Golf-Roboter Besser einlochen mit "RoboWoods"

Falls man sie kaufen könnte, wären sie das ultimative Weihnachtsgeschenk für passionierte Golfer: Die Roboter "Li'l Golfing Buddy" und "RoboWoods" ersparen dem Sportler das Bücken und helfen sogar beim Einlochen.
Von Tim Schröder
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf Golfplätzen gibt es zwar Ballsammelmaschinen, die nach dem Training das Grün aufräumen. Während des Spiels müssen die Sportler ihre Bälle bisher aber meist selbst aufheben. Ingenieure der University of Florida wollen ihnen künftig das Leben erleichtern: Wie die Forscher berichten, haben sie dafür zwei ballgewandte Mini-Roboter entworfen.

Der etwa dackelgroße "Li'l Golfing Buddy" bewegt sich mit seinen Gummirädern sicher über das Feld. Mithilfe von Infrarot-Sensoren erspäht der wendige Helfer den Tee, den kleinen Stift, auf dem der Golfball in Schlagposition gesetzt wird. Dann rollt der Automat heran, fixiert den Tee mit einem Laserstrahl und legt den Ball mit seinem kleinen Roboterarm passgenau ab. Anschließend saust er zurück, um dem Golfspieler Platz zu machen.

Wer bisher beim Putten nervös wurde und den entscheidenden letzten Schlag am Loch vorbeizielte, dem kann "RoboWoods" helfen: Der Roboter versenkt jeden Ball mit schlafwandlerischer Sicherheit. "RoboWoods" ähnelt einem Schuhkarton, an den das untere Ende eines Golfschlägers montiert wurde. Auch er ist mit Infrarot-Sensoren ausgestattet, die zunächst den Ball und das Loch lokalisieren.

Anschließend berechnet der Bordcomputer, mit wie viel Kraft und in welche Richtung die Kugel geschlagen werden muss. Damit ist "RoboWoods" bis zu einer Distanz von gut einem Meter weitaus treffsicherer als sein menschlicher Gegenpart. Den Forschern zufolge macht ihn das vor allem beim Minigolf zu einem geeigneten Assistenten.

Bisher sind die beiden Roboter nicht käuflich zu erwerben. Und noch ist nicht sicher, ob ihnen eine große Zukunft bevorsteht. Aber die Forscher sind optimistisch: "Neue Entwicklungen beginnen oft im spielerischen Bereich", sagt Antonio Arroyo, Leiter des Labors für Intelligente Maschinen an der University of Florida. "Und dann verbreiten sie sich plötzlich in alle Welt."

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