ISS: Die ersten Pannen - DER SPIEGEL
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ISS Die ersten Pannen

Eigentlich sollte der russische Progress-Transporter automatisch an der Internationalen Raumstation andocken. Dann war war aber im All doch wieder Handarbeit gefragt.
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Moskau - In einem handgesteuerten Manöver hat die Besatzung den Frachter schließlich angedockt. Er brachte ihnen erstmals auch Post von ihren Familien ins All.

Der automatische Andockversuch scheiterte, weil die Progress mit 2,5 Tonnen Ladung schräg zur ISS stand, teilte die Bodenkontrolle bei Moskau mit. Vom Kommandostand des ISS-Moduls "Swesda" aus lenkte der russische Kosmonaut Juri Gidsenko den Frachter an die untere Andockstelle des Nutzlast-Moduls "Sarja". Dort wurde er mit 40 Minuten Verspätung um 4.47 Uhr MEZ festgemacht, meldete die Agentur Itar-Tass.

Gidsenko, sein Kollege Sergej Krikaljow und der amerikanische ISS-Kommandant Bill Shepherd haben bis zum 1. Dezember Zeit, den Nachschub an technischen Geräten, Treibstoff, Essen und Wasser in die ISS umzuladen. Dann werde die Progress abkoppeln und in der Erdatmosphäre verglühen, teilte die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa mit. Am 2. Dezember solle die US-Raumfähre "Endeavour" zu Besuch kommen mit einer Fracht von Sonnensegeln.

Shepherd, Gidsenko und Krikaljow waren am 2. November an Bord der ISS gegangen und hatten die Station, das größte Forschungsobjekt der Menschheitsgeschichte, bewohnbar gemacht. Nach dem Andocken der Progress stellten sie zunächst eine luftdichte Verbindung her und schalteten die Bordsysteme des Frachters ab. Danach hatten die Bodenstationen bei Moskau und Houston (Texas) für sie einen frühen Schlaf und ein weitgehend freies Wochenende vorgesehen. Mit dem Entladen solle nächste Woche begonnen werden, erklärte die Nasa.