ISS: Swesda bereit zum Andocken - DER SPIEGEL
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ISS Swesda bereit zum Andocken

Nach einem gut zehntägigen Flug durchs All ist das russische Wohn- und Service-Modul "Swesda" jetzt bei der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Nach einer letzten leichten Kurskorrektur soll es am Mittwoch angedockt werden.
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Moskau - Um 4.53 Uhr Moskauer Zeit (2.53 Uhr MESZ) soll "Swesda" (Stern) am Mittwoch automatisch an den beiden bereits verbundenen ISS-Modulen anlegen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf das Flugleitzentrum bei Moskau.

Das russische Modul war am 12. Juli vom Raumfahrtbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All geschossen worden. Sollte das automatische Andockmanöver am Mittwoch scheitern, wollen die Russen zwei Wochen später zwei Kosmonauten ins All schicken, die das 20 Tonnen schwere Modul per Hand an die ISS ankoppeln könnten. Dafür müssten die für den Sondereinsatz ausersehenen Raumfahrer Gennadi Padalka und Nikolai Budarin mit einer Sojus-Rakete ins All starten und in das "Swesda"-Modul umsteigen. Die erste "richtige" Besatzung der ISS, zwei Russen und ein Amerikaner, fliegt am 30. Oktober ins All.

"Swesda" ist die dritte Komponente der ISS, neben dem russischen Nutzlastmodul "Sarja" (Morgenröte) und dem amerikanischen Verbindungsknoten "Unity" (Einheit). An Bord des Moduls ist auch der erste europäische Baustein der ISS, der in Deutschland gebaute zentrale Bordcomputer. An der ISS sind 16 Nationen beteiligt. Der Bau der Raumstation soll 2004 mit dem Start des europäischen Forschungslabors Columbus abgeschlossen werden.