Klon-Fehlschlag: "Noah" ist tot - DER SPIEGEL
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Klon-Fehlschlag "Noah" ist tot

Der weltweit erste Klon einer vom Aussterben bedrohten Tierart hat nur kurz gelebt. Der Gaur-Ochse "Noah" starb rund 48 Stunden nach seiner Geburt an Ruhr.
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New York - "Noah" gehörte zu einer als Gaur bekannten Art von asiatischen Ochsen. Er hatte Anfang der Woche in Iowa mit einem Geburtsgewicht von knapp 45 Kilogramm das Licht der Welt erblickt und bereits nach zwölf Stunden auf eigenen Füßen gestanden. Dies berichtete die bei dem Experiment federführende Firma Advanced Cell Technology, ein biotechnologisches Unternehmen in Worcester.

Bald danach setzten die Symptome der Ruhr ein. Trotz intensiver Behandlung erlag der Gaur-Ochse der Krankheit. Seine Surrogat-Mutter Bessie dagegen erfreut sich weiterhin bester Gesundheit. Advanced Cell Technology hielt es am Freitagabend für unwahrscheinlich, dass es einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von "Noah" durch Klonen und der Erkrankung gegeben haben könnte.

Gentechnologen hoffen, bedrohte Tierarten in Zukunft häufig durch Klonen vor dem Aussterben retten und einige ausgerottete Arten durch das Klonen erhaltener Zellen möglicherweise wieder zurückgewinnen zu können. Gaur-Ochsen sind in Südostasien und Indien beheimatet. Naturforscher schätzen, dass ihre Zahl in Folge von Jagd und der Vernichtung von Lebensraum auf rund 30.000 Exemplare reduziert wurde.

"Noah" war geklont und von einer Rinderkuh ausgetragen worden. Auch die entkernte Eizelle, in die die Forscher den Kern einer Gaur-Hautzelle pflanzten, stammte von einer Rinderkuh. "Die Chromosomen (von Noah) sind hundertprozentige Gaur-Chromosomen, und natürlich sind die Chromosomen für die Eigenarten verantwortlich", sagte Robert Lanza dem amerikanischen Nachrichtensender CNN.

Bessie war eine von insgesamt 40 Kühen, die einen geklonten Gaur- Embryo eingepflanzt bekamen. Etliche von ihnen hatten Fehlgeburten, bei anderen war der Fötus aus experimentellen Gründen abgetrieben worden. "Die gesammelten Daten zeigen, dass das Klonen über verschiedene Arten hinweg geklappt hat, und als Wissenschaftler bin ich zufrieden", sagte Philip Damiani von der Biotech-Firma. Persönlich allerdings sei er betrübt über den Tod des Kalbes.