Langzeitstudie: Jogger leben länger - DER SPIEGEL
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Langzeitstudie Jogger leben länger

Wer regelmäßig joggt, lebt bis zu sieben Jahre länger. Entscheidend ist laut dänischen Langzeitforschern, dass man beim Laufen richtig ins Schwitzen kommt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Wer dagegen nur wandert oder Golf spielt, strenge sich körperlich nicht genug an, um seine Lebenserwartung deutlich zu verbessern, berichten die Forscher im "British Medical Journal".

Peter Schnohr, Chefkardiologe in Kopenhagen und selbst Marathonläufer, sagt im "Daily Telegraph", er habe zunächst noch andere Ursachen für die höhere Lebenserwartung der Jogger in Betracht gezogen: "Wir dachten, es könnte auch daran liegen, dass Jogger nicht rauchen, schlanker sind oder eine bessere Ausbildung haben. Wir haben all diese Faktoren berücksichtigt."

Doch es sei tatsächlich einzig und allein die körperliche Anstrengung, die den Organismus gesund und jung halte.

Vor allem in den USA hatten Forscher in den vergangenen Jahren den gesundheitlichen Nutzen des Joggens bezweifelt, nachdem mehrere ältere Jogger während des Laufens einen Herzinfarkt erlitten hatten. Doch laut dänischen Erkenntnissen ist dieses Risiko gering.

"Viele Leute sagen mir, sie bräuchten keinen Sport zu treiben, weil sie viel im Garten arbeiten", sagte Schnohr. "Aber wenn man sie dann auf ein Fahrrad setzt und testet, zeigt sich, dass sie in schlechter körperlicher Verfassung sind."

Langsames Joggen sei auch gut, so die Forscher: "Aber ein wenig muss man schon außer Atem kommen." Sonst mache sich langfristig die Auswirkung auf die Lebensdauer nicht bemerkbar.

Die Langzeitstudie, die insgesamt etwa 200.000 Männer und Frauen untersuchte, begann bereits im Jahr 1976.