Leoniden Stern-Stunden in den USA
Wer daran glaubt, dass sich bei jeder Sternschnuppe ein Wunsch erfüllt, muss am vergangenen Wochenende wunschlos glücklich geworden sein. Zumindest, wenn er die Nacht zum Sonntag in den USA verbracht hat. Dort konnte man zwischen 4.00 und 6.00 Uhr morgens Ostküstenzeit (10.00 bis 12.00 Uhr MEZ) Meteoriten im Minutentakt beobachten.
Auch in Südkorea waren Sternschnuppen zu sehen: Hier in der Nähe des Muju-Ressorts südwestlich von Seoul
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Querschläger am Nachthimmel: Ein Meteorit über dem Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien
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Verräterische Spuren: Sternschnuppen leuchten hinter Windmühlen im kalifornischen Livermore
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Spektakulärer Absturz: Glühende Überreste eines Meteoriten waren etwa fünf Minuten lang in der Nähe von Linville in North Carolina zu sehen
Foto: AP Photo/ The Fayetteville Observer, Johnny Horne
Leoniden über den schneebedeckten Gipfeln von Japan höchstem Berg, dem Fujisan
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Eingefangen: Zwischen den Armen eines Kaktus bei Tucson im Bundesstaat Arizona zieht ein Leonid seine Spur
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Mehrere Leoniden fallen über den Organ Mountains in New Mexico herab
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Leuchtende Spur: Ein Meteor verglüht am frühen Sonntagmorgen über Duluth im Bundesstaat Minnesota
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Kosmische Geschosse: Leoniden vor dem Sternbild Orion bei Linville in North Carolina
Foto: AP Photo/ The Fayetteville Observer, Johnny Horne
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Das Himmelsspektakel war besonders gut in vielen Teilen Asiens, aber auch fast überall in Nord- und Mittelamerika zu sehen. Spitzenreiter war der Bundesstaat Arizona - dort berichteten Astronomen von bis zu 2600 Meteoriten pro Stunde. In den Großstädten war die Sicht auf Grund der hellen Beleuchtung nicht so gut wie auf dem Land, doch auch hier konnten Frühaufsteher die ein oder andere Sternschnuppe sichten.
Die Europäer hatten dagegen schlechte Karten, da der Meteoritenschauer hier in die frühen Morgenstunden fiel, in denen die Dämmerung die Sicht verschlechterte. In Deutschland war der Blick auf das Himmelsgeschehen durch Nebel und Hochnebel verschleiert, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach meldete. Am frühen Sonntagmorgen war jedoch auch in Bayern und an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern ein ungewöhnliches Spektakel zu beobachten: Etwa fünf seltene "Feuerkugeln" zeigten sich am Himmel, gleißend helle Sternschnuppen, die an Sylvesterraketen erinnerten.
Zu Meteoritenregen dieser Art kommt es, wenn die Erde durch die Hinterlassenschaften verschiedener Kometen kreist. Der außergewöhnlich reiche Sternschnuppen-Schauer am Wochenende geht auf die so genannten Leoniden zurück. Sie sind Teilchen aus dem Schweif des Kometen Tempel-Tuttle, der alle 33 Jahre der Sonne besonders nahe kommt.